Die Geschichte des FCU

Eine Folge des Ersten Weltkrieges: Die Gründung des Fußballclubs Union Tornesch von 1921 e.V.

Unser FCU von damals bis heute

Eine Folge des Ersten Weltkrieges: Die Gründung des Fußballclubs Union Tornesch von 1921 e.V.

In der Zeit der Weimarer Republik (1918-1933) wurden zahlreiche Vereine und Verbände in der Gemeinde Esingen gegründet. Die insgesamt zehn neuen Gruppierungen engagierten sich vor allem auf kulturellem und sportlichem Gebiet. Nachdem unter dem Druck der Gewerkschaften die Arbeitszeit in der Industrie reduziert worden war, konnte sich mit zunehmender Freizeit auch die Fabrikarbeiterschaft an einem umfangreicheren Vereinsleben beteiligen. Zuvor hatte es diesen Freiraum kaum gegeben. Nach der entsagungsreichen Zeit des Ersten Weltkrieges (1914-18) und den folgenden Notjahren war allgemein der Wunsch nach kultureller und sportlicher Betätigung sehr groß.

Auch die Gründung des heutigen „FC Union Tornesch“ fällt in diese Zeit. Seine Geschichte ist eng mit dem Ersten Weltkrieg verknüpft, denn es waren englische Kriegsgefangene, die den Fußballsport in die Gemeinde Esingen brachten. Ernst Martin Groth (1892-1991) wusste noch zu berichten, dass die im Dorf arbeitenden britischen Kriegsgefangenen in ihrer Freizeit auf der Möllnschen Hausweide – gegenüber der Einmündung des Wischmöhlenweges in die Pinneberger Straße – mit der dörflichen Jugend Fußball spielten.

1921 wurde der Club „Union Esingen“ von Fußballspielern aus Tornesch und Esingen gegründet, der sich nach 1930 „Union Esingen-Tornesch“ nannte. 1927 erhob der Verein bereits Eintrittsgeld für den Besuch seiner Spiele auf dem Sportplatz bei der Esinger Schule.

Rangliste_August_1932

Ein eigener Sportplatz, der mit Hilfe von arbeitslosen Sportlern erstellt worden war, konnte im Oktober 1933 in Tornesch eingeweiht werden. Die Spielstätte am Steinberg blieb bis 1943 in Betrieb, nach dem Krieg wurde die Fläche bebaut. In der Nähe des neuen Platzes lag am Pracherdamm das Vereinslokal „Gambrinus“. Mit dem Sport verknüpft war auch damals ein geselliges Beisammensein nach dem Spiel.

Nach dem Krieg durfte der FC „Union“ Esingen seinen Namen nicht mehr weiterführen und wurde in -SV „Blau-Weiß“ von 1946 Tornesch- umbenannt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich der TuS Esingen zeitgleich auflöste und sich dem Fußballverein anschloss.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde 1949 beschlossen, alle anderen Sportarten außer Fußball aufzugeben und den Verein -F.C. „Union“ Tornesch- zu nennen.

Erst 1955 stellte die Gemeinde unserem Fußballverein zwei Rasen-Sportplätze an der Friedlandstraße zur Verfügung, von denen der Platz 2 im Jahre 1990 zu einem „Aschenplatz“ umgebaut wurde. Zusätzlich wurde 1997 der neue Rasenplatz am Realschulgelände angelegt.

Ziel des F.C. Union Tornesch war immer der Bau einer modernen Sportanlage – dieses Projekt wurde von dem damaligen 1. Vorsitzenden, Herrn Detlev Brüggemann, unter dem Namen „Sportanlage 2000 – nur eine Vision?“ in den 90er Jahren intensiv vorangetrieben. Leider war die Zeit damals noch nicht reif genug, so dass das Projekt vorübergehend ruhte.

Erst 2008 kam wieder Bewegung in die Planung, da erkannt wurde, dass der zentral im Innenstadtbereich Torneschs gelegene Sportplatz an der Friedlandstraße ein ideales Baugelände darstellt. Unter Federführung unseres Projektmanagers Frank Mettal legte der FCU dem Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Kultur ein überzeugendes Konzept vor, so dass die Stadt beauftragte wurde, die Planung für den Bau einer neuen Sportanlage am Großen Moorweg vorzunehmen.

Der Kieler Sportwissenschaftler Professor Kähler erstellte zwischenzeitlich für die Stadt Tornesch einen Sportentwicklungsplan und kam zu dem Ergebnis, dass der FCU neben drei Fußballplätzen auch eine Dreifeld–Soccerhalle benötigt, um den sportlichen und finanziellen Ansprüchen auch in Zukunft gerecht zu werden.

Mit dem Bau der modernen Anlage wurde im November 2013 begonnen.

Das Projekt stand unter einem enormen Zeitdruck, da der Investor, der die alte Sportanlage an der Friedlandstraße kaufte, unbedingt mit dem Bau beginnen wollte.

Dank des milden Winters gelang es den für die neue Sportanlage zuständigen Firmen ihre Arbeiten so zu steuern, dass bereits im November 2014 der provisorische Betrieb, zuerst auf den Außenplätzen, aufgenommen werden konnte.

Es entstand eine der modernsten Fußballanlagen für Amateurvereine Norddeutschlands, das „TORNEUM“, mit zwei Kunstrasen- und einem Rasenplatz, einer Dreifeld–Soccerhalle, einem Laufparcours mit Treppenanlagen und einer modernen Gastronomie mit 100 Sitzplätzen.