FCU-ParallaxBG

FCU 1. Fr. vs. Appen 1. Fr. 3:2

Kein Selbstläufer!

Zu neunt das Spiel beendet!

Derbyzeit im Torneum – FC Union Tornesch 1. Frauen empfangen die 1. Frauen von TUS Appen

Die 1. Frauen vom FCU empfingen die Damenmannschaft des TUS Appen, ein Aufeinandertreffen, das nicht weniger Kampfgeist und Einsatz zu erwarten ließ, als die Partie in der Hinrude, die die 1. Frauen damals auswärts 1:0 für sich entscheiden konnten.

So startete das Spiel auch bereits in der 2. Minute mit dem ersten nennenswerten Foul an Finja Pohl. Appen wollte von Anfang an klarstellen, dass sie nichts unversucht lassen werden um Tornesch zu ärgern und vielleicht doch als Außenseiter zu punkten. Tornesch wusste jedoch um diese Strategie und versuchte deshalb bereits am Anfang ihre spielerischen Qualitäten hervorzubringen und so erspielten sich die Gastgeberinnen einige Torchancen durch Johanna Stutzke, Josefin Lutz und Finia Pohl. Nicht selten entstanden solche Szenen vor dem Tor der Frauenmannschaft aus Appen auch aufgrund dessen, dass im Halbfeld die spielerischen Ansätze unserer Mannschaft durch Fouls unterbunden wurden und wir dadurch mehrfach auf Standards zurückgriffen, getreten von Saskia Schippmann. Jedoch fehlte den FCU-Frauen die nötige Präzision im Strafraum um das ersehnte Führungstor zu erzielen. So war es Appen, die nach einem ihrer seltenen Vorstöße in die gegnerische Hälfte, nach einem Freistoß und einem missglückten Abwehrversuch des Pfostentreffers durch Alina Wachter in Führung gingen. Um den Druck auf Appen noch mehr zu erhöhen und den Rückstand möglichst schnell aufzuheben, reagierte der FCU und Benita Thiel kam für Tammy ins Spiel und übernahm die Position im rechten Mittelfeld. Tornesch gab sich nicht auf, hatte man sich eine Woche zuvor bereits bewiesen, dass ein 0:1 Rückstand noch nichts entscheidet. Nach einigen guten Aktionen über die Außen war es letztlich Saskia Mohnke die eine Hereingabe von links im Tor der Gäste unterbrachte. Jedoch war die Freude nur von kurzer Dauer, weil der Schiedsrichter auf Abseits entschied. Aber nur wenige Minuten später, jetzt noch motivierter, gelang es Finia Pohl sich über links durchzusetzen und ihre scharfe Hereingabe wurde von einer Spielerin des TUS Appen über die Linie befördert – Ausgleich! Die Intensität des Spiels nahm weiter zu – Tornesch wollte die Führung, Appen versuchte körperlich alles, um dies zu verhindern. Unerwartet gelang es jedoch erneut den Gästen aus Appen in der 45. Minute nach einer Ecke in Führung zu gehen.

Die zweite Halbzeit machte deutlich, das die Tornescherinnen mit diesem Ergebnis alles andere als zufrieden war. Mit energischem Offensivpressing agierten die Gastgeberinnen und schließlich gelang es Johanna Stutzke in der 56. Spielminute einen weiteren Freistoß für den FCU von der rechten Seite direkt im linken Winkel zu platzieren. Die Freude war groß, aber man wollte die wichtigen 3 Punkte im Torneum behalten. Also ließen die 1. Frauen des FCU nicht nach in ihren Bemühungen und übten weiterhin viel Druck über die Außen auf. Nach einer schönen Passkombination zwischen Benita und Alina rechts und der abschließenden Hereingabe von Alina war es erneut Johanna Stutzke, die (endlich) die verdiente Führung erzielte! Tornesch war weiterhin nicht weniger engagiert und so ergaben sich noch weitere Möglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Zum Ende hin ereigneten sich dann noch einige unschöne Szenen: Die 1. Frauen des FCU Tornesch mussten die letzten 10 Minuten in doppelter Unzahl ihre Führung behaupten. Michelle Beckert musste in der 82. Minute das Spielfeld verlassen, nachdem sie durch eine Attacke einer Angreiferin des TUS Appen ungebremst auf den Kopf gefallen war. Ebenso musste auch Kira Möller in der 88. Minute verletzt vom Feld, nachdem sie aus kürzester Entfernung einen Ball ins Gesicht geschossen bekommen hat. Aber der Wille der FCU Frauen zahlte sich aus. Durch Kampfgeist und Engagement endete ein unschönes Spiel verdient mit einem Sieg für die Tornescherinnen und 3 weitere wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze konnten ergattert werden.

geschrieben von Michelle Beckert